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zen und wurde durch den fortwährenden Ausfluß der Wunden, verbunden mit Husten & Auswurf, Appetit= und Schlaflosigkeit sehr entkräftet. Solcher Zustand dauerte bis Ende Januar. & wo auch die Beine anfin= gen dick zu werden und endigte mit dem 12 Februar [?] durch Eintritt von Blut in die Brusthöhle. Die Schmerzen, welche Papa in dieser ganzen Zeit gelitten, verbunden mit pekuniären Sorgen & Kummer, kann ich Dir nicht beschreiben. Immer noch hoffte er auf Glückszufälle, die ihn seiner Sorgen entledigen sollten, aber wie Alles quer ging, so auch dieses. Bis zum letzten Athemzuge hat er seine geistige Frische behalten & ist vom Tode fast überrumpelt worden. Seine Bekannten, welche ihn besuch= ten unterhielt er, anstatt daß diese ihn unter= hielten. Es muß wohl Schwindsucht gewesen sein, wenn auch in eigenthümlich & selten auftretender Weise, den Aerzten selbst ein Räthsel. Vier Tage vor seinem Tode erhielt er Deinen vorletzten Brief, war aber schon sehr schwach und antwortete auf Mama's Frage, was darin stände: Er würde ihr das morgen sagen. Dein letzter Brief kam vor 14 Tagen an, als ich gerade zu Haus war, leider zu spät, um von Papa gelesen werden