Carl Kubach to Oscar Kubach, December 9, 1884: #2
Original title: Kubach_0020_0002.jpg
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Glückwünsche, recht hoffend, daß dasselbe in allen Theilen ein nur glückliches und freudenreiches für Euch sei, und Ihr Euch in demselben steter Gesundheit und besten Wohlergehens erfreuen möget.
Von Mama hörte ich kürzlich, daß Du in Deinem letzten Briefe an dieselbe geschrieben hättest, krank zu sein, welches mir sehr leid gethan & mich besorgt gemacht hat; ich wünsche Dir recht gute Besserung & hoffe aus einem recht baldigen l. Briefe von Dir zu vernehmen, daß Du wieder hergestellt bist. - Du mußt Dir möglichst viel Schonung auferlegen lieber Oscar & Dich nicht so sehr anstrengen. -
Der lieben Clara & dem lieben kleinen Howard geht es hoffentlich gut, was fangen dieselben an?; Der liebe Howard ist gewiß recht groß geworden & macht Dir viele Freude, geht er schon zur Schule? Du würdest mir eine außerordentlich herzliche Freude machen, wenn Du mir im nächsten lieben Briefe Euere Photographien mitschicken, und hast
hast Du gewiß die Güte, diese meine Bitte
zu erfüllen. - Durch Paul erhielt ich
neulich Deine l. Grüße bestellt, demselben geht es
gut & gefällt es ihm in seiner neuen Stelle bei
Milchsack's recht gut. - Mama klagt in ihrem
Briefe auch über Unwohlsein, hoffentlich geht es ihr
jetzt besser. Zu Weihnachten denke ich wieder für
3 bis 4 Tage nach Hause zu kommen. Ich bin noch
in meiner alten Stelle, habe meine Lehre seit ca.
1/2 Jahr beendet, und bleibe auch zunächst noch hier
im Geschäft; wegen m Militairgeschichte wollen
wir reclamiren & hoffe, daß ich frei komme, bis
Ende Januar, Anfang Februar entscheidet es sich,
und theile ich Dir den Ausfall der Reclamation
gleich mit. Sollte dieselbe wieder Erwarten, welcher
Fall natürlich für mich, wie für Mama unangenehm
wäre, abschlägig beschieden werden, dann werde ich
wohl, wie es nach eingezogenen Informationen das
beste ist, freiwillig eintreten & habe dann große
Aussicht mit 18 Monaten resp. 2 Jahren frei zu
kommen; das einjähr. freiwill. Examen zu machen,
hält jetzt gar zu schwer & wird immer schwieriger;
es kommen fast gar keine mehr durch. Nun
vor=