Letter to Oscar Kubach, April 27, 1885: #5
Original title: Kubach_0025_0005.jpg
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zwar am 8ten April am Geburtstag Euers guten s. Papas, solle sein theures Grab ein Denkmal schmücken, ich hätte so gerne schon jetzt dasselbe ins Werk gesetzt, da es sich nun Keiner von uns nehmen läßt nach Kräften seine Liebesgabe bei zu steuern, u Du ja schon den Hauptbeitrag an Paul geleistet, so hoffen wir andern bis dahin Alle im Stande dazu zu sein, Paul, Carl u ich. Zeichnung habe ich mir schon vom Bildhauer entwerfen lassen, ein schräg liegender Felsenstein mit weißer Marmorlatte u Inschrift mit goldenen Buchstaben, findet vielleicht auch Deinen Beifall, wenn wir im Ganzen dazu 100 Mark verwenden, kann auch noch ein Rahmen oder Einfassung von Sandstein dazu kommen. Diesen Plan auszuführen, ist meine liebste u einzigste Reise die ich noch vor habe, ich schicke Dir vorerst die Zeichnung noch bei, schreibe doch
bitte Paul nicht, daß ich Dir ausführ=
lich hierüber geschrieben, es mögte
ihm unangenehm sein wegen
des Geldes, aber er hat mir offen
mitgetheilt wie sich die Sache
verhält, deshalb theile ich Dir solches
im Vertrauen mit. Paul schreibt
selbst, daß er ein eigenthümlicher
Mensch sei u s w. aber brav u
gut hat er sich gemacht. Carl
hält ein großes Stück auf ihn,
u ist ihm treu zugethan, nur kann
sich Paul nicht so geben, wie er
meint. Hast Du noch immer
Nichts von Rudolf gehört?
ich denke so oft wo, u wie
es ihm wol ergehen würde.
In Wocklum ist noch ziemlich
alles beim Alten, wie ich kürzlich
von