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laß schreibst, sind wir sehr überrascht, freu= dig überrascht. Ich habe Deinen Brief mehre= re Male gelesen, ehe ich richtig begriffen habe, daß Du auf den Nachlaß zu meinen Gunsten ver= zichtest. Mit der Möglichkeit habe ich nie gerech= net. Ich danke Dir von ganzem Herzen dafür. Wir können das Geld sehr gut gebrauchen; es Dein Brief war für mich ein ganz unerwartetes großes Weihnachtsgeschenk. Nun möchte ich Dich bitten, mir Deine und Roberts Einwilli= gung zu schicken, daß ich die Hypothek in Brake kündigen kann. Sie soll dann auf meinen Namen eingeschrieben werden. Ich denke es wenigstens so. Ob es jetzt schon geht, weiß ich nicht. Jedenfalls muß ich eine Vollmacht haben, daß die Hypothek gekündigt werden kann.


Deinem Brief nach scheint Robert in dem Glauben gewesen zu sein, Großmutters Nach= laß wäre mehr. Robert tut mir leid. Er soll= te doch von früher wissen, daß Großmutter nie viel mehr Vermögen gehabt hat. Ich kann es ihm durch Großmutters Briefe von früher beweisen. Großmutter mag in den 25 Jahren, die sie bei uns gewesen ist, vielleicht 1000. - von ihrem Kapital genommen haben viel mehr ist es sicher nicht gewesen. Ich war im= mer Bürge dafür und habe aufgepaßt. Es haben sich schon viele Eltern für die Kinder ausgezogen und sind nachher arm geworden. Großmutter sollte es nicht, wir gebrauchten auch früher Großmutters Geld nicht. Wenn Robert also meint, daß mehr Geld da gewesen ist, irrt er sich sehr. Robert Schuldschein lautet