Sammlung: Schweitzer-Guggenheimer Letter Collection

Verfasser: Isaac Schweitzer

Empfänger: Hermann Bach

Bezeichnung: Isaac Schweitzer an Hermann Bach, 30. September 1898.

Isaac Schweitzer an Hermann Bach, 30. September 1898

Englischer Text

Original text

30. Sept. 1898 Geehrter Herr Bach. Ich besitze Ihr Werthes vom 28. Sept. u. habe hierauf zu entgegnen. Es ist mir nicht unbekannt, daß mein Neffe Hr. Hirsch in Speyer Ihrer Firma einen größeren Betrag schuldete, da ich die Verhältnisse ganz genau kenne, in dem die Inventur vom 1. Jun. [Jan?] 1898 mir vorgelegen hat, die zufriedenstellend ist. Daß Hirsch vor Ihnen das Ziel ausdehnt liegt eben darin, daß er Ihr Fabrikat forcirt, führt, ausschließlich mit Ihnen arbeitet, wißend daß Sie in der Lage sind größere Credite einräumen zu können u. längeres Ziel zu geben. Dabei hat er wie Ihnen unbekannt Maaßgeschäft die Arbeiter u. der Zuschneider müßen allwöchentlich bezahlt werden was einen Theil der baar Einnahmen absorbiert. Die Maaßarbeit die am meisten ins Geld läuft, wird nicht gleich bezahlt, im Gegenteil die Hr. Beamten [illegible] die zwar prima sind, bezahlen langsam. [illegibible]* Ausstände des Hr. Hirsch sind gut, aber groß genug um alle [se]ine Gläubiger vollauf auszahlen zu können, wenn er von [se]inen Schuldnern bezahlt wäre. Diese Kundschaft, die mit viel [illegible]* erwarten u. auch befre[u]nd ist, kann + darf kein Beteiligt [illegible]*, wenn er sein Geschäft weiter betreiben will, sonst geht [illegible]* Kundschaft verloren. Dies sind die Gründe warum [illegible]* Anfänger in der ersten Sesion [sic] mehr Zeit, länger [illegible]* [illegible] muß + auch verl]an[gen darf. [illegible]* [illegible]* vertrauen wir [illegible].* Ich kann Sie auf Manneswort versichern, daß Sie in jeder Weise Sorgen[frei?] sein können, sie werden stets ihr Geld bekommen, es ist keiner Weise eine Gefahr, und vorerst Geduld u. in einigen Jahren wird er Sie viel flotter bezahlen können als jezt. [……. er hieran zu.……..] hatt so sein Geschäft. Von einer Bürgschaft meinerseits, kann keine Rede sein da dafür kein Veranlaßung vorl[ag.] Wenn irgend etwas ungü[n]stiges vorhanden wäre, w[ürde] ich es Ihnen nicht verhehlen sondern frei unumwunden mittheilen. Ich hoffe, daß diese Auseinandersetzung [illegible]* [illegible], so wie Sie selbst beruhigt, u. Hirsch nicht [illegible]* wie schon aber erwähnt, Sie bekommen Bezahlung [illegible]* Thaler Pfennig [illegible]* Sie warten können. [illegible]* die Wechsel auf Val. Perron sind so gut als baar. hat mir Hirsch selbst gesagt daß Sie in [illegible]* größere Abzahlungen erhalten sondern [illegible] Wechsel [illegible]* bei nächster persönlicher Zusammenkunft wert- volle Details über die Vermögensverhältniße [illegible]* geben, was Sie befriedigen wird, inzwischen [illegible]* Sie ruhig weiter. Hochachtungsvoll I. Schweitzer