Sammlung: Meyer Brothers Collection
Verfasser:
Rosina Meyer
Empfänger: Emanuel Meyer
Bezeichnung: Brief der Familie Meyer an Emanuel Meyer, 10. September 1857.
Brief Familie Meyer, 10. September 1857
Original text
[page 1, 1st author:]
Lachen, den 10ten September! 1857
Lieber Sohn!
Mit kürzen Worten will ich dich benachrichtigen daß wir gestern deinen Brief mit großer Freude aus der Hand von Onkel Mayer erhielten, und uns sehr darüber gefreut, daß wir auch wieder deine werthen Handzeilen gesehen haben. Glaube mir nicht weil du Alles aufbietest dass wir es aus Leichtsinn gethan haben daß du kein Brief erhälst von unserer Hand. Den Brief mit denen 50 th haben wir nicht erhalten. Dein Brief aber mit dem Ring haben wir erhalten und haben gleich Antwort geschrieben. Wir denken er wird dir [insertion:] zur [/insertion] Hände zu Hände gekommen sein. Du schreibst uns daß du so vergnügt lebst in Amerika. daß freut uns sehr. Es grüßt dich Joseph Mayer
[page 1, 2nd author:]
Lieber Bruder!
Des Briefes wo du mir beschickt hast habe ich mich sehr gefreut. Du schreibst ich soll den Fleischhandel aufgeben. Davon kann man nicht leben. du weißt ja wie die Geschäfte in Lachen sind mit dem Fleisch. Es ist [?] kein Vergnügen [/?] mit den Fleischarten herumzugehen ...Es freut mich sehr das du so vergnügt lebst in Amerika. [illegible] wunsche dir Glück zum Neuem Jahr und wünsche was du dir selbst wünschest. Es grüßt dich vieltausendmal und verbleibe deine ewige tegene Schwester. K. Mayer Du verlangst die Adresse von deinem Ongel von Wullertheim seine Adrese ist Bernfurdt Sremmel im Wullertheim in Kanton Werstadt. Schreibe uns Antwort sobald das du den Brief erhalst. Ich hoffe das der Brief dich so andrifft wie es uns velassen hat. Du wirst auch entschuldigen wie mein schlechtes schreiben das es ist Zeit zum schlafen es ist schon zehn… Uhr und ich bin so müde. K. Mayer.
[page 2, 3rd author (in Yiddish):]
Libr zohn Meir
Ikh mus dikh vizzen lazzen fon maynem vol zayn du shraybst als bay dir oykh zo izt das frayt mikh ven nur ayn mahl ayn brif fon uns erhalten [illegible] libs kind [?] tuehst [/?] [nit?] mehr zo in ferlegenhayt leben zest yetst shlise ikh mit maynem shraybe[1] [FOOTNOTE: shrayben] es grist dikh fil doyzt[2] mahl und vinshe dir tsum kaynen[3] yahr vas du dir [?] zelbt [/?] vinsht und dayne ongls und Tantes und kind das [illegible] [?] ikh [/?] balt vidr dayn brif fon daynr hant tsu zehn zo verde ikh mehr shrayben.
Regina Meyer
[page 2, 4th author (in Yiddish):]
Bester fraynd Meirle ef ikh mus dir oykh antvorten oyf daynen liben brief [?] vo [/?] vir fon dir erholten haben und daroys erzehen das du nokh bay guter gezinhayt[4] bist und vir haben uns zehr dariber gefrayt das du oykh aynml[5] an uns und an dayne libe grosmutter denkst vir hetten an dikh shohn lengst geshriben aber vir denken di yugend geht vor [?] ven [/?] vir haben gemaynt vir zind [?] ganz oysgetuhn [/?] uns dem Amerkanishen[6] bukh haben vir dokh nokh aynen der an uns [illegible] bekommen kaynen grus mehr fon daynen ongels der liebe Gott virt uns dan/dokh helfen maynen hertslikhen grus fon daynem Ongel und Dande und grosmutter mayne älten[7] lassen dikh oykh grissen mayn liebe [illegible] lassen dikh oykh grissen
Rosina Meyer
[page 3:]
[underline:] Via Liverpool to America [/underline]
Mesr. A. Levy & Co.
[underline:] Bayou Sara Louisiana [/underline]



