Sammlung: Crede Family Papers

Verfasser: Joseph Huber

Empfänger: Hermann Carl Crede

Bezeichnung: Brief von Joseph Huber an Hermann Crede, 10. November 1854.

Joseph Huber an Hermann Crede, 10. November 1854

Original text

[roman:] St. Luis Univarsety den 10 Navem 1854 [/roman]

Lieber Herman!

Du schreibst das ich ich vileicht nicht eher zu Hause kommen kann bis mein Jahr um ist. Du meinst das es viel Geld kostet und wir sind arm und wir sind verlassene Kinder und ich kan nicht in grose Schulen gehen den das ist unrecht das ich das Geld was wir haben allen großen Schulen gehn den würde ich das Geld fon meine Brüder weichen den es ist niemand mehr der für uns sorgt. Ich bitte um verzeiung mein lieber Herman den ich bin nur 13. Jahre ald und wen verkauf ist so verkaufe nicht mein Vaters und Mutters Gebetbuch und Dein Büger die auf dem pult Stehn und das Buch was Wilhelm Tel heist und die [?] Konikatz [/?] ohne [?] Livikan [/?]. Und ich wünsche das die [?] Sleger [/?] nicht in einen schlechten Platz kommen und meinen Mutters Kleider die werden doch nicht verkommen Ich fühle mich nicht wohl und ich mus mich oft Brechen und ich mich als ein sklave da sein den die jungens schlagen mich immer noch wie Meine Liebe Mutter Starb da hatten [strikethrough:] n [/strikethrough] sie mitleid mit mir aber jetz zehhen sie mir immer und lachen mich aus das ich nicht wechlaufe

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Sie sagen das ich ein nare werre das ich nicht wechlaufen und sie hatte mich auch so weit gebracht das ich wech laufen wolte und sie hatten so viel geld geben das ist gut mit nach Hause komm konte aber es were eine Schande gewesen wen ich wechgelaufen hatte. Meine letzten Brief war nicht abgestolen und 3 Tage danach habe ich ihnen wieder in meinen Koffer wider gefunden und er war zu geschlossen kurtz und ich mach das ganze nicht leiden. Schreibe mich bald wider. Grüse alle meine verwanten und besonders mein neuer Adminnistrater [roman:] Herman Bruns [/roman]. Dein Dich liebender Freud.

[roman:] Joseph Huber [/roman].